Dem Fachkräftemangel entgegenwirken mit starken Persönlichkeiten: Alleinerziehenden

Alleinerziehend zu sein ist heute kein Ausnahmefall mehr, sondern entwickelt sich immer mehr zu einer Lebenssituation, die genauso Regelfall ist wie die gemeinsame Erziehung von Kindern in Ehe und Partnerschaft. Immer mehr Mütter und Väter kommen- gewollt oder ungewollt- in diese Situation. Egal ob sie ihre Kinder von Anfang an alleine erziehen, durch Trennung oder Scheidung oder durch den Tod des Partners oder der Partnerin zur „Ein-Eltern-Familie“ werden: Alleinerziehend zu sein ist eine große Herausforderung, die starke Persönlichkeiten braucht und hervorbringt.

Genauso wie andere Eltern möchten auch Alleinerziehende unabhängig von staatlichen Leistungen sein und selbst für ihre Kinder sorgen und ihnen „etwas“ bieten. Sie wollen ihren Kindern ein Vorbild sein und sie zu wertvollen Mitgliedern dieser Gesellschaft erziehen, ohne dabei selbst „auf der Strecke“ zu bleiben. Sie wollen eine gute Kinderbetreuung und eine gute Arbeit. Sie wollen teilhaben am gesellschaftlichen Leben und Entwicklungschancen für sich und ihre Kinder. Sie wollen jedoch nicht nur, sie haben auch etwas zu bieten: Oftmals qualifizierte Ausbildungen und jede Menge Berufserfahrung, eine hohe Motivation und ein hohes Maß an Selbstorganisation und Flexibilität.

Die Gesellschaft und die Arbeitswelt können auf dieses Potenzial nicht verzichten. Damit sie ihr Potenzial einbringen können, brauchen Ein-Eltern-Familien verlässliche Rahmenbedingungen, die es ihnen erlauben, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Durch moderne Arbeitszeitmodelle und eine familienfreundliche Personalpolitik können sie in ihrem Unternehmen bereits jetzt die Weichen stellen, um dem prognostizierten Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

Arbeitszeitmodelle – Ein Schlüssel zu motiviertem und geschulten Personal

Ein Schlüssel für motiviertes und auch geschultes Personal kann ein flexibles und familienfreundliches Arbeitszeitmodell sein.

Die Fachgruppe „Wirtschaft“ des Forums Alleinerziehende Nordfriesland hat daher ein Informationsblatt für Unternehmen entwickelt, in welchem neben den wichtigsten Arbeitszeitmodelle und weiterführenden Informationen auch best practice Beispiele aus der nordfriesischen Arbeitswelt zu finden sind.

Hier finden Sie den vollständigen Flyer.

Familienfreundliche Unternehmen – Gute Gründe für eine familienorientierte Personalpolitik

Dieser -von der Fachgruppe „Wirtschaft“– erstellte Leitfaden soll alle Personen unterstützen, die mit Unternehmen in Kontakt treten, diese z.B. beraten oder Personal vermitteln. Ziel ist es, Unternehmen für Themen von erziehenden und pflegenden Beschäftigten zu sensibilisieren und über familienfreundliche Unternehmensstrukturen zu informieren. Dabei soll es um die Darstellung von guten und nachvollziehbaren Argumenten und Beispielen gehen, die u. a. auch das wirtschaftlich orientierte Handeln der Unternehmen berücksichtigen. Die hier genannten Argumente und Beispiele sind mit kurzen Erläuterungen und Quellenangaben versehen, sodass die Beratung von Unternehmen effektiv erfolgen kann.   Leitfaden

Weiterführende Hinweise zum Thema familienfreundliche Personalpolitik finden Sie hier:

Leitfaden: Familienbewusste Personalpolitik. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2009.

Familienorientierte Personalpolitik. Checkheft für kleine und mittlere Unternehmen. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Deutscher Industrie- und Handelskammertag, berufundfamilie gGmbH. 6. Auflage Juni 2010.

Aus der Praxis für die Praxis – Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Hotellerie und Gastronomie. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“, 2008.

Aus der Praxis für die Praxis – Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Handwerk. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“, 2008.

Aus der Praxis für die Praxis – Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Handel. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“, Hauptverband des Deutschen Einzelhandels, 2008.

Betriebswirtschaftliche Effekte familienfreundlicher Maßnahmen – Kosten-Nutzen-Analyse, Prognose AG; i.A. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hg.), 2. Auflage 2005.

Eine Übersicht über regionale Beratungsstellen und Projekte zum Thema Familienfreundlichkeit finden Sie hier:

Beratungsstelle FRAU & BERUF
www.frau-und-beruf-sh.de

Projekt CheFSache Familie
www.chefsache-familie.de

Weitere Informationen und Beratungsangebote rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf:

Mit dem Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ setzt sich das Bundesfamilienministerium zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft (BDI, BDA, DIHK, ZDH) und dem DGB dafür ein, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen.

www.erfolgsfaktor-familie.de

Auch für kleine und mittlere Unternehmen gibt es einfache Möglichkeiten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen.

Das Portal „Mittelstand und Familie“ unterstützt Arbeitgeber, Beschäftigte und Multiplikatoren mit übersichtlichen Informationen und praktischen Lösungen, kostenfreier Beratung durch Experten sowie Hintergrundwissen.

www.mittelstand-und-familie.de

Führungsinstrumente zukunftsfähig gestalten

Um familienfreundliche Angebote in den Unternehmen umzusetzen und zu etablieren, ist die Unterstützung durch Führungskräfte eine entscheidende Voraussetzung.

Das Projekt „effizient familienbewusst führen – Führungsinstrumente zukunftsfähig gestalten“ hat das Ziel, Führungskräften und Unternehmen die Vorteile und Werkzeuge effizienter und familienfreundlicher Unternehmensführung vorzustellen.

Das Internetportal bietet auch nach Ablauf der Projektlaufzeit Hilfestellung und Unterstützung in der praktischen Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen.

www.eff-portal.de